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Neuhausen
22.03.2022

Versuchsbetrieb startet

Versuchsbetrieb mit angepasster Verkehrsführung am Engekreisel wird am 25. März gestartet. (Visualisierung)
Versuchsbetrieb mit angepasster Verkehrsführung am Engekreisel wird am 25. März gestartet. (Visualisierung) Bild: zVg.
Die Pandemie hat zu einer Verkehrsverlagerung vom öffentlichen auf den motorisierten Individualverkehr geführt. Am Engekreisel in Beringen sind die Auswirkungen besonders ausgeprägt. Gegenüber den Vorjahren ist das Verkehrsaufkommen im Jahr 2021 sprunghaft angestiegen. Die Kapazität des Kreisels ist überschritten und es bilden sich während der Abendspitze regelmässig Rückstauungen in den Galgenbucktunnel hinein. Tiefbau Schaffhausen führt nun einen Versuchsbetrieb mit angepasster Verkehrsführung durch.

Die Pandemie habe zu einer Verkehrsverlagerung vom öffentlichen auf den motorisierten Individualverkehr geführt. Am Engekreisel in Beringen seien die Auswirkungen besonders ausgeprägt. Gegenüber den Vorjahren sei das Verkehrsaufkommen im Jahr 2021 sprunghaft angestiegen. Die Kapazität des Kreisels sei überschritten und es bilden sich während der Abendspitze regelmässig Rückstauungen in den Galgenbucktunnel hinein. Tiefbau Schaffhausen führt nun einen Versuchsbetrieb mit angepasster Verkehrsführung durch, teilt das Schaffhauser Baudepartement mit. Im Engekreisel werde die Fahrbeziehung Neunkirch – Beringen unterbrochen. Der Kanton erhofft sich dadurch einen besseren Verkehrsabfluss Richtung Klettgau. Sollte der Versuchsbetrieb positiv verlaufen, könnte die Massnahme in der zweiten Jahreshälfte 2022 in eine definitive Verkehrsführung übergehen.

Staubildung verhindern

Wie das Schaffhauser Departement mitteilt, sei im Jahr 2021 das Verkehrsaufkommen auf der Strasse am Engekreisel in Beringen gegenüber 2019/20 sprunghaft angestiegen, um durchschnittlich bemerkenswerte 1'940 Fahrzeuge pro Tag bzw. 10.1 Prozent. Die Pandemie habe zu einer Verlagerung vom öffentlichen Verkehr auf den motorisierten Individualverkehr geführt. Die Kapazität des Engekreisels sei bei diesem hohen Wert überschritten. In der Folge bilden sich Rückstauungen, insbesondere auf den Zufahrtsstrecken Galgenbucktunnel und äussere Klettgauerstrasse in Neuhausen am Rheinfall. Die Stauwurzel sei am Engekreisel erkennbar. Eine Rückstauung in den Galgenbucktunnel oder darüber hinaus im Bahntal führe zu einem erhöhten Risiko von Auffahrunfällen bzw. zu Überstellungen der Verkehrsknoten an der Mühlenstrasse. Auch im Siedlungsgebiet von Neuhausen am Rheinfall sei eine Staubildung zu verhindern. Eine Optimierung des Verkehrsabflusses am Engekreisel in Richtung Klettgau ist deshalb anzustreben.

Verkehrsbeziehung wird gesperrt

Am Engekreisel sei die Verkehrsbeziehung von Neunkirch um den Engekreisel Richtung Beringen verkehrlich unbedeutend. Die Verkehrsbeziehung könne im Kreisel aber per se gefahren werden. Bei der Einfahrt in den Engekreisel vom Galgenbucktunnel oder Neuhausen am Rheinfall herkommend müsse also jederzeit damit gerechnet werden, dass ein vortrittsberechtigtes Fahrzeug um den Engekreisel fährt. Dies wirke sich negativ auf den Verkehrsabfluss Richtung Klettgau aus. Tiefbau Schaffhausen lanciere deshalb am Engekreisel einen Versuchsbetrieb, bei dem die Verkehrsbeziehung Neunkirch-Beringen gesperrt werde. Die Einfahrt in den Kreisel vom Galgenbucktunnel her werde laut den Verantwortlichen so vereinfacht. Die wenigen Fahrzeuge mit der Fahrbeziehung Neunkirch-Beringen werden dabei um den Nationalstrassenkreisel Galgenbucktunnel-West geführt.

Der Versuchsbetrieb wird am Freitagmorgen, den 25. März eingerichtet. Die Fahrbahn des betroffenen Kreiselsegments werde mit provisorischen Elementen, sogenannte Leitschwellen, abgesperrt. Die versuchsweise Änderung der Verkehrsführung werde vor den drei Kreiseleinfahrten mit «geänderte Signalisation» angezeigt. Bei der Einfahrt vom Galgenbucktunnel Richtung Klettgau werde die Bodenmarkierung «kein Vortritt» entfernt. Der Versuchsbetrieb dauert voraussichtlich bis Ende Mai, heisst es weiter im Schreiben. Die verkehrlichen Auswirkungen würden quantitativ erfasst werden. Sollte der Versuchs-betrieb positiv verlaufen, könnte die Massnahme in der zweiten Jahreshälfte 2022 in eine definitive Verkehrsführung übergehen.

Schaffhausen24, Originalmeldung Baudepartement Kanton Schaffhausen