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Gesellschaft
04.04.2022
04.04.2022 16:51 Uhr

Mehr «uga uga» und Lebensqualität im Schulalltag

Mit den unterschiedlichsten Früchten kreierten die Schülerinnen und Schüler leckere und gesunde Smoothies, um sie anschliessend zu probieren.
Mit den unterschiedlichsten Früchten kreierten die Schülerinnen und Schüler leckere und gesunde Smoothies, um sie anschliessend zu probieren. Bild: Salome Zulauf, Schaffhausen24
Auf die Umwelt und auf sich selbst Rücksicht nehmen, das möchte das Schulprogramm Gorilla den Jugendlichen näherbringen.

Eine gesunde Ernährung, viel Bewegung und Achtsamkeit für die Mitmenschen sowie die Umwelt – das waren alles Themen, mit welchen sich rund 70 Schülerinnen und Schüler der Oberstufe Hopfengarten in Stein am Rhein vergangenen Donnerstag auseinandersetzten. Von der Schtifti Foundation aus Zürich wurde das Gesundheitsförderungsprogramm Gorilla ins Leben gerufen, in dessen Rahmen nun die Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule Hopfengarten einen abwechslungsreichen Schultag der besonderen Art erleben durften. Stein am Rhein nimmt als erste Gemeinde des Kantons Schaffhausen am Schulprogramm Gorilla teil, zwei Drittel der Kosten des Projektes werden vom Kanton getragen.

Bewusst konsumieren

Statt Mathematikaufgaben skateten die Schülerinnen und Schüler oder genossen das gesunde Pausenbuffet zwischen den jeweiligen Workshops. Begleitet von Workshopleiterinnen und Workshopleitern konnten die Jugendlichen so einiges von diesem besonderen Schultag mitnehmen. Der Workshop startete mit unterschiedlichen Sportarten, vom gekonnten Footbag spielen bis zum Breakdance probierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die unterschiedlichsten Sportarten aus. «Die Jugendlichen waren motiviert und offen, neue Sportarten kennenzulernen», erklärt der Workshopleiter Lukas Eggenschwyler. Nicht nur im sportlichen Bereich gaben die Leiterinnen und Leiter ihr Wissen an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer weiter, auch über die Themenbereiche Ernährung, Nachhaltigkeit oder psychische Gesundheit wurde während des Workshops ausführlich gesprochen.«Besonders in der heutigen Zeit ist es umso wichtiger, dass sich jede Person um seine oder ihre Psyche kümmert», ergänzt Lukas Eggenschwyler. «Das richtige Kommunizieren spielt dabei eine wichtige Rolle, so gestalteten wir beispielsweise Workshops, in denen die Jugendlichen auf die richtige Art miteinander kommunizieren müssen, um als Team an das Ziel zu gelangen.» Während die Schülerinnen und Schüler am Vormittag die unterschiedlichen sportlichen Aktivitäten ausprobieren konnten, gab es für die Lehrpersonen einen theoretischen Einblick in das Schulprogramm von Gorilla, in dem die Verantwortlichen weitere Informationen über das Programm und dessen Strategien erläuterten. 

Ein Blick auf aktuelle Statistiken, wie sich die Jugendlichen während ihrer Schulzeit fühlen, zeigt deutlich auf, dass sich viele durch den hohen Leistungsdruck oft gestresst fühlen. «Fast die Hälfte der Jugendlichen verspürt wegen den schulischen Anforderungen in ihrem Alltag Stress», erklärt Lukas Eggenschwyler. «Mit unseren Workshops wollen wir die Jugendlichen für die Themen Freude an der Bewegung, gesunde Ernährung und einen nachhaltigen Lebensstil sensibilisieren und ihnen zeigen, wie sie in Zukunft damit umgehen können.» Seit 2020 hat das Gesundheitsförderungs- und Bildungsprogramm auch die Thematik der psychischen Gesundheit mit in sein Programm aufgenommen. Wie Lukas Eggenschwyler weiter erklärt, sei nebst der physischen Gesundheit auch die psychische Gesundheit eine genauso wichtige Thematik, über welche sie die Schülerinnen und Schüler informieren und aufklären möchten.

Miteinander kommunizieren

Nach einem gesunden Mittagessen standen am Nachmittag vier Ateliers auf dem Programm. Vom ausgefallenen Smoothiemixen, einer herausfordernden Gruppenarbeit, einem sogenannten Chillraum – wo es die Aufgabe war, auf das Innere zu hören – bis hin zu einem Atelier, in welchem die Jugendlichen einige spannende und neue Einblicke in die unterschiedlichen Thematiken einer gesunden und nachhaltigen Ernährung erhielten. «Wir wollen den Schülerinnen und Schülern einen Zugang zu einem bewussten Lebensstil ermöglichen», so Lukas Eggenschwyler. «Auch das Thema Eigenverantwortung spielt dabei eine grosse Rolle – bewusst zu konsumieren und auf seine Mitmenschen achtzugeben, das sind alles Denkanstösse, welche wir den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf ihren späteren Lebensweg mitgeben möchten.»

Gemeinsam als Gruppe an das Ziel zu gelangen, um den Zusammenhalt und die Kommunikation untereinander zu stärken. Bild: Salome Zulauf, Schaffhausen24
Salome Zulauf, Schaffhausen24