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Gesundheit
23.05.2022
23.05.2022 15:08 Uhr

Die Pollen sind unterwegs

Rund 20 Prozent der Schweizer Bevölkerung haben eine Pollenallergie.
Rund 20 Prozent der Schweizer Bevölkerung haben eine Pollenallergie. Bild: Salome Zulauf, Schaffhausen24
Aktuell ist die Pollenallergie ein grosses Thema – viele Menschen sind davon betroffen und zeigen allergische Reaktionen. Der «Bock» fragte bei der Chrüter-Drogerie Egger aus Schaffhausen nach und zeigt die effektivsten Tipps und Tricks auf, um dem Problem am besten aus dem Wege zu gehen.

Während sich momentan viele am frühsommerlichen Wetter erfreuen, ist es für einige Personen eine Qual, sich auf einer Wiese oder in einem Aussenbereich aufzuhalten – die Rede ist von der aktuell sehr intensiven Pollenbelastung. Besonders in den Monaten April bis September leiden viele Menschen an einer Pollenallergie, welche durch eine Überreaktion des körpereigenen Immunsystems hervorgerufen wird. «Unser Immunsystem reagiert auf die harmlosen Eiweisse der Pollen. Durch diese Reaktionen schüttet der Körper anschliessend das Enzym Histamin aus, welches schlussendlich zu den üblichen Symptomen wie beispielsweise einer verstopften Nase oder tränenden Augen führen kann», erklärt Gabriela Fahrni, Mitarbeiterin der Chrüter-Drogerie Egger in Schaffhausen. Rund 20 Prozent der Schweizer Bevölkerung weisen allergische Reaktionen in Zusammenhang mit Pollen auf, davon reagieren in etwa 70 Prozent auf Gräser. Wie Gabriela Fahrni weiter erklärt, seien Gräser die grösste Belastung für Personen, welche an einer Pollenallergie leiden. «Im Allgemeinen gibt es zwei Hauptgruppen, welche bei einer Pollenallergie getroffen werden können – Gräser und Bäume – dabei ist es vor allem für Personen, welche an einer Pollenallergie in Verbindung mit Gräsern leiden, sehr mühsam, da die Gräser von April bis etwa Ende September blühen können», ergänzt die Drogistin weiter.

Jede Person kann sie bekommen

Grundsätzlich kann jede Person eine Pollenallergie bekommen. «Die meisten haben die ersten Symptome als Kind oder Jugendliche, jedoch kann dies ganz individuell sein– manche haben Glück und die anderen erwischt es», erklärt Gabriela Fahrni weiter. «Auch die Symptome sind von Person zu Person ganz unterschiedlich, so können sowohl schwache als auch starke Symptome bei den betroffenen Personen auftreten.» Die häufigsten Beschwerden sind vor allem Niesattacken, eine verstopfte Nase, eine erschwerte Nasenatmung oder juckende und tränende Augen. «Um diese Beschwerden behandeln zu können, gibt es naturbelassene sowie chemische Medikamente», ergänzt Gabriela Fahrni. «Eine persönliche Behandlung und eine Beratung von einer Fachperson sind daher ideal, um auf die individuellen Beschwerden einzugehen und somit spezifisch die Problematiken bekämpfen zu können.» 

Auf was bin ich allergisch?

Herauszufinden, auf welche Pflanze das Immunsystem reagiert, ist einer der ersten wichtigen Schritte, welche die Betroffenen machen sollten. «Jede Pflanze hat eine bestimmte Zeitperiode, in welcher sie besonders intensiv ihre Pollen verbreitet», ergänzt die Drogistin. «So kann durch eine gute Recherche im Internet schon vielem vorgebeugt und dementsprechend auch behandelt werden.» 

Auch ein Allergietest könne sich als nützlich erweisen, um herauszufinden, auf welche Pflanzen der Körper reagiert. «Der Umgang mit einer Pollenallergie sieht für jede Person etwas anders aus, daher ist es umso wichtiger, sich richtig über seine Symptome zu informieren und die Unterstützung einer Fachperson beizuziehen, um trotzdem die sonnigen Tage möglichst symptomfrei geniessen zu können», fügt Gabriela Fahrni zum Schluss hinzu.

Tipps und Tricks gegen Pollen

 

Vor dem Schlafen duschen und Haare waschen:

Besonders nach einem langen Tag, welcher draussen verbracht wurde, sollten sich betroffene Personen abduschen, damit alle Pollen von der Haut und den Haaren entfernt werden können.

Getragene Kleider nicht im Schlafzimmer aufbewahren:

Getragene Kleider sind für Pollen der ideale Ort, um sich aufzuhalten. Daher ist es sehr empfehlenswert die Kleidung über Nacht in einem anderen Raum als im Schlafzimmer aufzubewahren.

Freizeitaktivitäten anpassen:

Spaziergänge neben einem Feld oder der Aufenthalt auf einer blühenden Wiese sind beides Aktivitäten, welche mit einer Pollenallergie besser gemieden werden sollten. Viel besser wäre ein Aufenthalt in den Bergen, um den Pollen im Flachland zu entkommen. Durch den Temperatur- und Höhenunterschied blühen in den Bergen andere Pflanzen als im Mittelland. 

Einmal gut durchlüften:

Statt ein Fenster gekippt zu lassen, ist es sehr empfehlenswert, einmal früh am Morgen oder direkt nach einem Regen die Räume gut durchzulüften.

Salome Zulauf, Schaffhausen24