Home Region Sport In-/Ausland Magazin Agenda
Gesellschaft
20.06.2022

Engagiert und immer was zu erledigen

Mit ihrem kleinen Fiat Cinquecento und ganz viel Engagement ist Sonia Solla in Feuerthalen immer wieder anzutreffen. Vor allem mit ihrer fröhlichen und lebensfreudigen Art bringt sie ihre Mitmenschen immer wieder zum strahlen.
Mit ihrem kleinen Fiat Cinquecento und ganz viel Engagement ist Sonia Solla in Feuerthalen immer wieder anzutreffen. Vor allem mit ihrer fröhlichen und lebensfreudigen Art bringt sie ihre Mitmenschen immer wieder zum strahlen. Bild: Salome Zulauf, Schaffhausen24
Mit ihrer grosszügigen Art und ihrem riesigen Engagement ist bei Sonia Solla immer was los. Egal ob bei der Feuerwehr oder beim Oldtimer Treff, die 44-Jährige legt sich tagtäglich ins Zeug, um ihre Lebensfreude mit ihren Mitmenschen zu teilen.

Seit 25 Jahren arbeitet Sonia Solla hinter den Fleischtheken der Migros Filialen in Schaffhausen. «Durch einen Zufall bin ich damals auf meinen heutigen Beruf gestossen», erinnert sich Sonia Solla zurück. «Ich arbeitete einige Jahre beim Kundendienst in der Migros Filiale in der Schaffhauser Altstadt.» Durch einen Zufall, als sie mit dem Chef der Metzgereiabteilung ins Gespräch kam, erzählte er ihr, dass diese gerade nach neuen Mitarbeitenden suchte. «Ich war schon immer an der Verarbeitung von Lebensmitteln interessiert, somit habe ich mich kurzerhand dazu entschlossen, die Abteilung zu wechseln und eine neue berufliche Richtung einzuschlagen», erzählt Sonia Solla. Nach anschliessenden Aus- und Weiterbildungen war für sie klar, dass dies die richtige Entscheidung war. «Es gibt keinen Tag, an welchem ich nicht gerne zu meiner Arbeit gehe – besonders der Kundenkontakt sowie auch die handwerklichen Tätigkeiten bereiten mir tagtäglich immer wieder sehr viel Freude», ergänzt die 44-Jährige. Das Arbeiten mit Lebensmitteln war schon immer eine Beschäftigung, an welcher die gelernte Detailhändlerin grosse Freude hatte. Mit der italienischen Mentalität ihrer Eltern sowie der Leidenschaft zur Küche konnte sich die 44-Jährige immer mehr in ihrer Berufung weiterentwickeln und ihre Mitmenschen davon inspirieren. So teilt sie mit ihrem ältesten Sohn seit einigen Jahren das gemeinsame Hobby Wursten. «Typisch italienisch oder auch andere Kreationen – manchmal stehen wir stundenlang in der Metzgerei und produzieren die unterschiedlichsten Würste», erzählt Sonia Solla. «Es ist schön zu sehen, dass wir gemeinsam ein solches Hobby teilen können.»

Engagiert im Dorf

Nicht nur hinter der Fleischtheke ist Sonia Solla anzutreffen. In ihrer Freizeit engagiert sie sich in den unterschiedlichsten Vereinen und Organisationskomitees für regionale Anlässe. «Vor drei Jahren bin ich in die freiwillige Feuerwehr in Feuerthalen eingetreten. Ich geniesse es, neue Kontakte zu knüpfen und dabei noch gute Taten zu vollbringen», so Sonia Solla. «Ich bin in Feuerthalen aufgewachsen und habe hier mein ganzes Leben verbracht – aktiv am Dorfleben teilzuhaben ist für mich daher eine Selbstverständlichkeit». Jedoch ist es nicht immer ganz einfach, Familie, Beruf und Vereine unter einen Hut zu bringen. Wie die gelernte Detailfachfrau erzählt, plane sie schon seit einiger Zeit ihre Projekte nicht mehr im Vorhinaus, da schlussendlich trotzdem alles anders komme und sie nur noch mehr Zeit investieren müsse. Auf die Frage hin, weshalb sie sich so gerne für die unterschiedlichsten Vereine engagiert, erklärt Sonia Solla schmunzelnd: «Meine grösste Schwäche ist, Nein zu sagen. So lebe ich auch ganz nach dem Motto: Nein zu sagen ist für mich keine Option – ich investiere gerne meine Zeit für gute Taten und möchte dies auch nicht mehr missen. So wird es einem nie langweilig in seinem Alltag und es ist immer was zu tun.» 

Spontane Entscheidung

Nebst der Feuerwehr und dem Kiosk, welchen Sonia Solla vor ein paar Jahren mit ihrer Schwester am Fussballplatz beim Schulhaus Stumpenboden in Feuerthalen übernommen hat, stellte die 44-Jährige vor zwei Jahren das erste Oldtimer Treffen in der Gemeinde Feuerthalen auf die Beine. «Mein Mann und ich waren schon immer von den unterschiedlichsten Arten von Oldtimern fasziniert. Egal welche Farbe oder Form, jedes Auto erzählt auf seine eigene Art eine Geschichte», erzählt die 44-Jährige begeistert. «Als wir uns vor ein paar Jahren einen Traum erfüllten und einen Fiat Cinquecento kauften, war es schon immer ein Ziel, ein eigenes Oldtimer Treffen zu organisieren.» Durch eine spontane Entscheidung und viel Engagement plante die Feuerthalerin mit ihrer Familie und Freunden schlussendlich innerhalb von vier Wochen im Sommer 2020 das erste Oldtimer Treffen. «Diese Zeit war sehr intensiv, es musste vieles geplant und abgeklärt werden. Zudem war eine gewisse Unsicherheit vorhanden, da wir nicht wussten, wie das Treffen bei den Gästen ankommen wird.» Mit etwas Mut und der Freude an dem eigenen Oldtimer wurde das Treffen schlussendlich zu einem riesigen Erfolg. Wie Sonia Solla weitererzählt, war sie vor allem von den vielen Autos überwältigt. Es kamen immer mehr und der Platz auf dem Parkplatz sowie am Strassenrand wurde immer enger. «Die vielen positiven Rückmeldungen, welche ich von den Besuchenden erhielt, waren unglaublich. So haben wir auch im letzten Jahr und am ersten Juliwochenende wieder ein Treffen geplant», so die Feuerthalerin.

Mit dem Camper unterwegs

Eine weitere Leidenschaft, welche die 44-Jährige gerne in ihrer Freizeit auslebt, ist das Reisen. «Meine Familie kommt ursprünglich aus Italien, daher geniesse ich es immer wieder, in mein Heimatland zu reisen», fügt Sonia Solla hinzu. «Ich liebe es, mit einem Camper und meinem Ehemann sowie meinen zwei Söhnen auf ein Abenteuer zu gehen und dabei die Welt zu entdecken.» Im Jahr 2018 machten sie als ganze Familie zusammen einen Roadtrip durch Amerika. Gestartet in Los Angeles nach San Francisco und wieder zurück nach Los Angeles. «Diese Zeit war unglaublich. Mit unserem gemieteten Camper fuhren wir durch die unterschiedlichsten Landschaften und Orte und konnten einige schöne Erinnerungen sammeln.»  Auch in kommender Zeit steht nochmals eine Reise an: Wie Sonia Solla erzählt, möchte sie die ganze Strecke der Route 66 hinabfahren. «Die Welt zu entdecken und die Menschen zum Lachen zu bringen, ist dabei eines der schönsten Dinge, welche ich bis jetzt auf meinen Reisen, aber auch in meinem Berufsalltag erleben durfte.»

  • Mit ihrer aufgestellten Art bringt Sonia Solla gerne ihre Freunde und Familie zum Strahlen. Bild: Salome Zulauf, Schaffhausen24
    1 / 3
  • Mit Ehemann Lucio Solla sowie ihren zwei Söhnen verbringt Sonia Solla gerne ihre restliche Freizeit, um die Welt zu entdecken. Bild: Salome Zulauf, Schaffhausen24
    2 / 3
  • In den unterschiedlichsten Farben und Jahrgängen stellen die Oldtimer Begeisterten ihre Autos am Oldtimer Treff aus. Bild: zVg.
    3 / 3
Salome Zulauf, Schaffhausen24