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Schwimmen
26.07.2022

Schaffhausen mit Glanzleistungen an den Schweizer Nachwuchsmeisterschaften in Tenero

Aline Berie beim 200-Meter-Brustfinale.
Aline Berie beim 200-Meter-Brustfinale. Bild: zVg.
Mit sieben Medaillen und 21 Finalteilnahmen waren es äusserst erfolgreiche Schweizer Nachwuchsmeisterschaften für den Schwimmclub Schaffhausen. Medaillen nach Schaffhausen brachten Aline Berie, Aurelia Campanelli, Minja Ludi und Shari Asmar.

Elf Schwimmerinnen und Schwimmer starteten für den Schwimmclub Schaffhausen bei den diesjährigen Schweizer Nachwuchsmeisterschaften. Vom 19. bis 24. Juli gingen in Tenero beim Saisonhöhepunkt mehr als 500 Kinder und Jugendliche aus über 50 Vereinen auf Titeljagd, heisst es in einer Medienmitteilung des Schwimmclubs Schaffhausen. Bei heissen Temperaturen aber besten Bedingungen waren es lange vier Tage für die Kinder und die Trainer. Trotz starker Konkurrenz schaffte es der Schaffhauser Schwimmclub insgesamt auf 21 Finalteilnahmen, diverse direkte Endläufe und stand sieben Mal auf dem Podest. Es wurde in den Wertungen 12 Jahre und jünger, 13 Jahre und 14/15 Jahre bei den Mädchen gestartet und bei den Jungen 13 Jahre und jünger, 14 Jahre und 15/16 Jahre. Sebastian Sieburger, Cheftrainer zieht Resümee und sagt: «Ich bin stolz auf das gesamte Team. Wir können nach diesen Meisterschaften sagen, wir haben ein unglaubliches Potential in Schaffhausen im Nachwuchsbereich.»

Herausragende Damen

Aline Berie kann sich in ihrer Altersklasse Nachwuchsschweizermeisterin über 200-Meter-Brust nennen und gewinnt damit in neuer Bestzeit die Goldmedaille. Über 100 m Brust lag sie nach dem Vorlauf am Morgen auf Platz 3, den sie dann an Nachmittag bestätigen konnte und somit die zweite Medaille mit in die Munotstadt nahm. Gute BrustschwimmerInnen können in der Regel auch Lagen schwimmen, so auch Aline. Nach dem Vorlauf am Morgen über 200-Meter-Lagen rangierte sie auf Platz vier und späte auf eine Medaille. Am Nachmittag im Finale vermochte sie ihre Zeit nochmals zu steigern, blieb aber auf dem undankbaren vierten Platz. Aurelia Campanelli zeigte ihre Stärke über die Delphinstrecken. Über 200-Meter-Delphin lag sie nach dem Vorlauf auf Platz eins. Obwohl sie ihre Zeit am Nachmittag nochmals steigern konnte, reichte es auf den letzten Metern für einen Vizetitel und somit die Silbermedaille. Die 100-Meter-Delphinstrecke beendete sie im Finale in neuer Bestzeit und gewann damit die Bronzemedaille. Die Dritte im Bunde der Medaillengewinnerinnen ist Minjia Ludi. Sie schwamm ein hartes Programm in Tenero und wurde für ihren Einsatz belohnt. Sie ging acht Mal an den Start und stand dabei fünf Mal im Finale und konnte drei Rennen als direkter Endlauf schwimmen. Über 800-Meter-Freistil unterbot sich ihre alte Bestmarke um knapp 25 Sekunden und gewann damit die Bronzemedaille in ihrer Altersklasse. Am letzten Tag spät am Nachmittag standen die kräftezehrenden 400-Meter-Lagen auf dem Programm. Minjia konnte ihre Reserven aktivieren und unterbot ihre Bestmarke um 10 Sekunden und holte sich damit die zweite Bronzemedaille. Shari Asmar war dann für die siebte Medaille verantwortlich. Sie holte über 200-Meter-Delphin die Bronzemedaille hinter Aurelia und lag dabei etwas über ihrer eigenen Bestmarke. Florence Berie ging ebenfalls acht Mal an den Start und schwamm dabei sieben neue Bestzeiten. Zwei davon waren so gut, dass es ihr über 100 Meter und 200-Meter-Schmetterling für den Finaleinzug reichte. Die 200-Meter-Schmetterlingsstrecke schwamm sie 17 Sekunden schneller als je zuvor. Beide Finals beendete sie auf dem sechsten Platz. Zudem konnte sie am letzten Tag über 400 m Lagen mit einer Steigerung von 11 Sekunden einen 7. Platz ergattern. Tara Saladin zog über 200 m Brust mit einer neuen Bestzeit im Vorlauf und über 200-Meter-Lagen ins Finale ein. Sie beendeten ihre beiden Finalläufe jeweils auf dem 8. Platz. Delia Meyer stand vier Mal auf dem Startblock. Holte sich dabei drei Top 20 Platzierungen. Auch sie schwamm am letzten Tag die 400-Meter-Lagen, ging das Rennen beherzt an und belegte mit acht Sekunden Bestzeit Platz 14. Jana Bold wurde während des Wettkampfs a.k. (ausser Konkurrenz) gewertet, da sie nicht über einen Schweizer Pass verfügt und daher zwar starten darf, aber nicht in den Ranglisten erscheint. Mit ihren Zeiten hätte sie durchaus ein Wörtchen vorne mitreden können, vor allem über 200-Meter-Rücken, heisst es seitens SCS.

Schnelle Herren

Die Herren des Schwimmclubs Schaffhausen liessen sich nicht lumpen. Erim Ekinci schwamm acht Rennen, davon sieben in neuer persönlicher Bestzeit. Daraus resultierten drei Finalläufe und ein direkter Endlauf über 400-Meter-Lagen. Über 200-Meter-Lagen kratze er im Vorlauf auf Platz 4 an einer Medaille. Diese konnte er dann am Nachmittag nicht abrufen und lag zum Schluss auf Platz fünf. 400-Meter-Lagen am letzten Tag und als letzter Wettkampf braucht Einsatz und Wille. Erim schwamm diese Strecke knapp 6 Sekunden schneller als seine alte Bestmarke und wurde damit Achter. Spannend wurde es dann am Samstagnachmittag, als zum ersten Mal das Futura-Finale in den Nachwuchsschweizermeisterschaften integriert ausgetragen wurde. Dafür hat sich Marlon Gloor im Vorfeld an den Futura-Wettkämpfen in der Saison 2021/2022 qualifiziert. Das K.O-Rennen sei für alle das Highlight des Finals gewesen. Marlon zog die 50-Meter-Freistil Strecken souverän durch und konnte sich bei jedem Lauf steigern. Zum Schuss gewann er das K.O Finale mit einer sensationellen Zeit von 29.02 Sekunden. Gabriel Dubs, auch ein Rookie an den Nachwuchsschweizermeisterschaften, stand sieben Mal auf dem Startblock. Alle Rennen konnte er in neuer Bestzeit anschlagen. Seine grössten Steigerungen konnte er über 200-Meter-Brust und 400-Meter-Lagen realisieren.

«Auf den 400-Meter-Lagen Strecken gehören wir zu den besten Clubs der Schweiz. Natürlich gibt es immer noch Stellschrauben, an denen wir drehen können, dies nehmen wir mit in die neue Saison», sagt Sebastian Sieburger.

Eine Gruppe des SC Schaffhausen reiste an die Nachwuchs-Schweizermeisterschaften in Tenero vom 21. bis 24. Juli. Bild: zVg. / Iris Reisacher
Schaffhausen24, Originalmeldung SC Schaffhausen, Tina Nodari