Home Region Sport In-/Ausland Magazin Agenda
Gesellschaft
19.09.2022

Mit weitem Herz und offenem Geist

Bewohnerinnen und Bewohner von La Résidence freuten sich schon lange vor der vereinbarten Abholzeit auf den Ausflug nach Stein am Rhein. Sie verbrachten mit freiwilligen Mitarbeitenden der Cilag AG einen unvergesslichen Tag.
Bewohnerinnen und Bewohner von La Résidence freuten sich schon lange vor der vereinbarten Abholzeit auf den Ausflug nach Stein am Rhein. Sie verbrachten mit freiwilligen Mitarbeitenden der Cilag AG einen unvergesslichen Tag. Bild: Gabriella Coronelli, Schaffhausen24
Etwas für das Wohlergehen der Gemeinschaft tun ist ein wichtiges Ziel von Johnson & Johnson. Die Community Week eignet sich hervorragend dafür.

Johnson & Johnson setzt um, was bei einigen anderen grossen Unternehmen aneinandergereihte Buchstaben auf einem Blatt Papier bleiben. Aus einer grossen Palette an Wohltätigkeits-Möglichkeiten des Pharmaunternehmens bietet die Community Week jedes Jahr allen Mitarbeitenden die Möglichkeit, sich während der Arbeitszeit freiwillig in ihrer Arbeitsregion für gemeinnützige Organisationen zu engagieren. Ein Ziel, welches damit verfolgt wird, ist die Gemeinschaft vor Ort zu stärken und sich gemeinsam für das Gemeinwohl einzusetzen. Denn die Mission «Gemeinsam für eine gesündere Schweiz» begrenzt sich nicht ausschliesslich auf das Kerngeschäft des Herstellers pharmazeutischer Wirkstoffe. 

Vergangene Woche engagierten sich aus dem Produktionsstandort Schaffhausen rund 60 freiwillige Mitarbeitende aus unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen an sieben verschiedenen Standorten in der Region für wohltätige Projekte. Ausgeführt werden diese Wohltätigkeits-Tage, die gesamtschweizerisch in derselben Woche stattfinden, an den verschiedenen Unternehmensstandorten in der Schweiz. Die Anfänge dieser Aktion stammen ursprünglich aus Schaffhausen. 2011 initiierten hiesige Mitarbeitende diese Wohltätigkeits-Tage. Die positiven Rückmeldungen aller Beteiligten führten später dazu, dass auch weitere Standorte des Unternehmens mitmachen wollten.

Ein gelebtes Credo

Lange bevor der Begriff der sozialen Verantwortung eines Unternehmens in aller Munde war, schrieb 1943 einer der Johnson-Brüder das Credo des Pharmazie- und Konsumgüterherstellers, welches aus vier Paragrafen besteht. Darin schilderte er im dritten Abschnitt unter anderem die Verantwortung und die Pflicht des Unternehmens, lokale Wohltätigkeitsorganisationen zu unterstützen, indem durch Freiwilligenarbeit etwas an die jeweilige Region zurückgegeben werden soll. «An diesem Credo hat sich bis heute kaum etwas geändert. Es ist auch nach so vielen Jahren ein fester Bestandteil unserer Unternehmenskultur», berichtet Emelie Dorlin, die bei Johnson & Johnson unter anderem auch für «Community Impact» und damit für die Community Week verantwortlich ist. Sie koordiniert diese Wohltätigkeits-Wochen seit mehreren Jahren und freut sich, dass die Resonanz bei den Mitarbeitenden gross ist – mit einem Aufwärtstrend. Die Möglichkeit, sich in der Region wohltätig zu engagieren, wird rege genutzt. Mittlerweile werden schweizweit fast 50 verschiedene Projekte angeboten.

Ein unvergesslicher Tag 

Mitarbeitende in Schaffhausen durften unter verschiedenen Anlässen die von ihnen bevorzugte Organisation unterstützen. Mit der Hilfe von Freiwilligen ging es beispielsweise für zehn Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Alterswohnheim La Résidence auf einen unvergesslichen Tag nach Stein am Rhein. «Ursprünglich war eine Schifffahrt geplant. Aufgrund des niedrigen Rheinpegels mussten wir die Fahrt jedoch umplanen und fahren nun mit Fahrzeugen hin», erzählt Marcel Maurer, Projektleiter dieses Angebotes. In seinem Arbeitsalltag kümmert er sich bei Johnson & Johnson um Stammdaten. Er ist seit 29 Jahren beim Pharmaunternehmen angestellt und seit Beginn der Community Weeks vor elf Jahren immer mit dabei. Marcel Maurer empfindet das jährliche Ereignis als willkommene Abwechslung zu seiner Arbeit und begleitet Betagte einen ganzen Tag lang. «Es ist einfach eine bereichernde Erfahrung, auf die ich mich jedes Jahr wieder aufs Neue freue».  

Weitere Schaffhauser Projekte

Die Wohltätigkeits-Projekte in Schaffhausen waren vielfältig. Mit dem Tiefbauamt wurde Nachhaltiges geschaffen. Am Flusslauf der Durach wurden neue einheimische Sträucher und Bäume gepflanzt. Beim Schaffhauser Spielmobil konnte mit Kindern gebastelt und gespielt werden. Zentral war hier die Förderung von gegenseitiger Akzeptanz und Wertschätzung unter Schulkindern. Weitere Mitarbeitende setzten sich für die Artenvielfalt im Naturpark ein. «23 Mitarbeitende haben sich für diese wohltätige Arbeit eingeschrieben», verrät der Projektleiter dieses Angebots Marcel Schmid. Mit dem Integrationsprogramm «Mama lernt Deutsch» unterstützten weitere Freiwillige fremdsprachige Mütter beim Erlernen der deutschen Sprache. Die Gassenküche Schaffhausen freute sich über Unterstützung bei der Zubereitung eines Drei-Gänge-Menüs. Nicht zuletzt begrüsste auch die altra Schaffhausen Cilag- Mitarbeitende in den unterschiedlichen Bereichen wie der Schreinerei, dem Biobauernhof oder in der Floristik. 

Der Austausch am Ende des Tages

Nach getaner Arbeit treffen sich die Freiwilligen in der Kantine der Cilag, um sich über den Tag auszutauschen und gemeinsam das Abendessen einzunehmen. Die Personalchefin Christine Morgenthaler freute sich, dass sie am Abend noch so viele Mitarbeitende begrüssen durfte. «Ich sehe in lauter zufriedene Gesichter», freut sie sich. Sie selbst verbrachte ihren Wohltätigkeits-Tag in Stein am Rhein und erzählte von ihren Eindrücken. Im Übrigen war sie nicht das einzige Mitglied aus der Geschäftsleitung, die sich für ein Angebot eingeschrieben hat. Ein weiterer Vorteil eines solchen Tages ist auch, dass sich in den jeweiligen Gruppen Mitarbeitende treffen, die sonst im Berufsalltag nichts miteinander zu tun haben: also eine firmeninterne Bereicherung.

Beim Projektteam Naturpark haben sich 23 freiwillige Mitarbeitende gemeldet. Im Fokus dieses Angebotes stand die Möglichkeit, einen Nachmittag lang einen wertvollen Beitrag zur Artenvielfalt zu leisten. Bild: zVg.
Gabriella Coronelli, Schaffhausen24