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Schaffhausen
20.09.2022

KSS spart zusätzliche Energie

(Archivbild)
(Archivbild) Bild: Marcel Tresch, Schaffhausen24
Neben den in den letzten Jahren kontinuierlich umgesetzten Projekten zur Reduktion des Energieverbrauchs realisiert die KSS einen ganzen Katalog von zusätzlichen Massnahmen zur Einsparung von Strom. Sie regt aber auch an, bei den Forderungen differenziert und mit Bedacht vorzugehen.

Sportanlagen stehen aktuell, wenn es ums Energiesparen geht, oftmals im Fokus der Diskussionen. Oft handelt es dabei um Anlagen für die breite Öffentlichkeit. Die Anlagen erfüllen wichtige Aufgaben im im Bereich des Schul-, Jugend-, Breiten- und Spitzensports sowie bei der Gesundheitsvorsorge. In der KSS gehe es um täglich mehr als tausend Kundinnen und Kunden; 75 Prozent davon im Erwachsenenalter. Nichtsdestotrotz soll bei der aktuellen Versorgungslage mitgeholfen werden. Sowohl Gas als auch Strom sollen gespart werden. Die Einschränkungen für die Kunden sollen dabei möglichst im Rahmen gehalten werden. Wenn das Gas ausgehen würde, könnte die KSS zumindest in Teilbereichen auf Heizöl umstellen. Die längerfristige Schliessung von Betriebsteilen ist ein letztes Mittel und steht nur zur Diskussion, wenn deren Betrieb nicht mehr sinnvoll wäre – wenn also beispielsweise die Wassertemperaturen so weit gesenkt werden müssten, dass der Zweck des entsprechenden Beckens nicht mehr erfüllt werden könnte – oder behördliche Auflagen verhängt werden.

Umfangreiche bisherige und zusätzliche Massnahmen

Im Rahmen des sogenannten KMU-Modells der Energieagentur für Wirtschaft hat die KSS seit 2014 umfassende Anpassungen an ihrer Infrastruktur gemacht. Sie ist dank diesen Anstrengungen auch von der C02-Abgabe befreit. Sie Massnahmen reichen von Abwärmenutzungen über die Optimierung von Lüftungen und Heizungen, das Anbringen von Isolationen bis zum Einsatz von neuen Techniken im Eispark. Mit den Massnahmen spart die KSS schon jetzt jährlich über 1 Million Kilowattstunden Strom bzw. Gas. Das entspricht in etwa dem Stromverbrauch von 250 durchschnittlichen, Schweizer 4-Personen-Haushalten.

Nochmals rund 400'000 Kilowattstunden Einsparungen kommen dank den jetzt geplanten, zusätzlichen Massnahmen zusammen. Analog den in der Stadt Zürich bereits umgesetzten Massnahmen werden u.a. die Temperaturen in den Schwimmerbecken um 1 Grad gesenkt. Die Kühltemperaturen für die Eispisten werden je nach Nutzung um 0.5 bzw. 1 Grad angehoben und der Saisonstart auf dem Ausseneisfeld wird um 2 Wochen verschoben. Im baulichen-technischen Bereich stehen Anpassungen bei den Beleuchtungsstärken beim öffentlichen Betrieb und bei Trainings sowie die weitestgehende Umstellung auf LED­ Beleuchtungen im Vordergrund. Der vollständige Verzicht auf die grosse, an der Aussenhülle montierte Weihnachtsdekoration ist die auch für Passanten augenfälligste Massnahme. Die Mieter Kieser Training und der Curlingclub Schaffhausen unterstützen die Bemühungen und reduzieren die Temperaturen in ihren Gesellschafts- und Büroräumen analog der KSS um ebenfalls mindestens 2 Grad.

Abhängigkeiten und Grenzen kaum bekannt

Von Sportanlagen werden aktuell in oft grundsätzlicher Form Einsparungen gefordert. Erst bei einem genaueren Blick auf die einzelne Anlagen sowie deren Funktionen wird klar, dass pauschale Forderungen nicht immer zielführend sind. Es gibt Anlagen, die praktisch ohne Gas und mit sehr geringen Strombezügen auskommen. Es handelt sich dabei um neuere Anlagen, welche beispielsweise mit Holzschnitzel heizen, die Energie mit Photovoltaik selbst produzieren und die Energiekreisläufe, bis zum abfliessenden Badewasser, weitreichend ausnutzen. Auch wenn die KSS die Abwärme der Kälteanlagen des Eisparks bereits für die Heizung ihres 50m-Schwimmerbeckens nutzt, ist sie heute noch nicht so weit wie neuere Anlagen.

Die KSS regt aber auch eine differenzierte Betrachtung der Möglichkeiten und eine Abwägung aller Effekte an. Einerseits bestehen bei den Einsparungen viele technische Grenzen.

Heizungen, Pumpen und Lüftungen müssen so oder so weiterlaufen um Schäden an Gebäuden, Becken und der umfangreichen Technik zu vermeiden. Das SIG Winterdach über dem 50m-Becken wiederum müsste selbst bei einer Schliessung weiterhin aufgeblasen werden. Und die gesellschaftlichen Konsequenzen von Einschränkungen sind seit Covid19 bekannt und sollten aus Sicht der KSS nicht unterschätzt werden. Der effektive Nutzen von ehemals pauschal geäusserten Sparideen sollte also nicht ohne Blick auf die Kosten in einem grösseren Kontext betrachtet werden.

Das Winterprogramm findet statt

Das in den vergangenen Jahren zum Standard gewordene, vielfältige Zusatzangebot der KSS mit Veranstaltungen und buchbaren Angeboten findet im normalen Rahmen statt.

Schaffhausen24, Originalmeldung KSS