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Kanton
22.09.2022
22.09.2022 10:17 Uhr

Regierung beschliesst konkrete Energiesparmassnahmen

Im kommenden Winter muss in der Schweiz aus verschiedenen Gründen mit Engpässen in der Energieversorgung gerechnet werden.  (Symbolbild)
Im kommenden Winter muss in der Schweiz aus verschiedenen Gründen mit Engpässen in der Energieversorgung gerechnet werden. (Symbolbild) Bild: sg.ch
Der Kanton Schaffhausen tritt der Energiespar-Alliance des Bundes bei und übernehme laut einer Medienmitteilung bei den Sparbemühungen eine Vorreiterrolle. Verschiedene Massnahmen sollen den Energieverbrauch in der kantonalen Verwaltung deutlich reduzieren. Der Kanton appelliert an die Schaffhauser Gemeinden, es ihm gleich zu tun.

Im kommenden Winter muss in der Schweiz aus verschiedenen Gründen mit Engpässen in der Energieversorgung gerechnet werden. Der Bundesrat hat deshalb verschiedene Massnahmen beschlossen, mit denen im Winterhalbjahr Strom und Gas eingespart werden können. Um die Einsparbemühungen sichtbar zu machen, hat der Bund die Energiespar-Alliance gegründet. Die teilnehmenden Organisationen unterstützen die Bemühungen für die Versorgungssicherheit im Winter in Bezug auf die effiziente und sparsame Nutzung von Energie. Mit einem formellen Beitritt möchte der Kanton Schaffhausen ein sichtbares und deutliches Zeichen setzen und seine Vorbildfunktion wahrnehmen, heisst es in einer Medienmitteilung.

Deutliche Einsparung durch reduziertes Heizen

Die kantonale Verwaltung, Gerichte und die kantonalen Bildungsinstitutionen sollen – analog der Bundesverwaltung – mit gutem Beispiel vorangehen und so rasch wie möglich einen Beitrag zur Reduktion des Gas- und Stromverbrauchs leisten. Der Regierungsrat hat deshalb an seiner Sitzung vom 20. September verschiedene Massnahmen beschlossen. Alle benutzten Räumlichkeiten sollen diesen Winter auf 19 Grad als Richttemperatur geheizt werden. Räumlichkeiten, die nicht regelmässig verwendet werden, sollen auf maximal 17 Grad geheizt werden. Diese Reduktion ermöglicht eine Energie-Einsparung um bis zu 25 Prozent. Weitere kleinere Massnahmen wie zum Beispiel die reduzierte Benützung von Aufzügen sollen helfen, diesen Wert weiter zu erhöhen.

Appell an Schaffhauser Gemeinden

In einem Schreiben hat die Regierung die Gemeinden im Kanton Schaffhausen dazu aufgefordert, die vom Regierungsrat beschlossenen Sparmassnahmen mitzutragen, in ihren Verwaltungen und Schulen rasch einzuführen und der Energiespar-Alliance beizutreten. Weiter hat der Regierungsrat in Absprache mit der Baudirektion des Kantons Zürich beschlossen, die Rheinfall-Beleuchtung ab sofort abzuschalten.

Der am 30. August von der Regierung eingesetzte Stab Energie der Kantonalen Führungsorganisation sei zurzeit damit beschäftigt, weitere technische, bauliche und organisatorische Möglichkeiten zur Reduktion des Gas- und Stromverbrauchs zu ermitteln.

Die neusten Informationen zu den wichtigsten Themen im Bereich Strom- und Gasmangellage sind weiterhin unter www.sh.ch/energiemangel abrufbar. Auf der Plattform wird erklärt, wie es zu einer Strom- oder Gas-Mangellage kommen kann und was die Folgen davon wären. Weiter gibt es Informationen für die Bevölkerung und für Unternehmen sowie eine Übersicht über die vom Bund vorgesehenen Massnahmen. Die Webseite wird laufend aktualisiert.

Für Fragen, die nicht mit Hilfe der Informations-Webseite beantwortet werden können, hat der Kanton eine Hotline (+41 52 632 70 88, energiemangel@sh.ch) zum Thema Energiemangellage eingerichtet. 

Schaffhausen24, Originalmeldung Staatskanzlei Kanton Schaffhausen