Home Region Sport In-/Ausland Magazin Agenda
Randen
27.10.2021

Schliessung Busdepot Schleitheim

Der Begginger Gemeinderat will, dass das Busdepot in Schleitheim erhalten bleibt. (Symbolbild)
Der Begginger Gemeinderat will, dass das Busdepot in Schleitheim erhalten bleibt. (Symbolbild) Bild: Nathalie Homberger, Schaffhausen24
Der Gemeinderat Beggingen stellt sich hinter die Ansicht des Gemeinderat Schleitheim, das Depot in Schleitheim zu erhalten und so die direkte Linie nach Schaffhausen zu erhalten. In einer Medienmitteilung erklärt der Begginger Gemeinderat seine Beweggründe.

«Ist die Schliessung des Busdepots Schleitheim wirklich nötig und wirtschaftlich oder ökologisch sinnvoll?», fragt der Begginger Gemeinderat in einer Medienmitteilung. Der Gemeinderat Beggingen stellt sich hinter die Ansicht des Gemeinderats Schleitheim, das Depot in Schleitheim zu erhalten und so die direkte Linie nach Schaffhausen zu erhalten.

Das Depot in Schleitheim soll geschlossen werden, um Synergien zu nutzen und weil eine Sanierung zu teuer sei. Synergien zu nutzen sei wirtschaftlich sehr sinnvoll und kann Kosten senken, schreibt die Gemeinde weiter. Die Kosten für den Umbau des bestehenden Depots in Schleitheim, ca. 5.8 Millionen Franken seien doch eher hoch angesetzt. Zudem seien die Kosten nicht transparent ausgewiesen und im Gegenzug zu einem Neubau in Schaffhausen, voranschlagt mit 8.5 Mio. Franken, fast utopisch, heisst es weiter in der Mitteilung.

«Von den Leerfahrten wurde schon mehrfach gesprochen. Alle sprechen von grünen Städten, umweltbewussten Fahrzeugen, die ganze Flotte der Verkehrsbetriebe Schaffhausen wird auf Elektrobusse umgestellt, um möglichst sauber zu fahren. Gerade deshalb sollten die angedeuteten Leerfahrten vermieden werden. Oder spielt das bei Elektrobussen keine Rolle?», so der Begginger Gemeinderat.

Weiter fragt sich der Gemeinderat, ob es aber wirklich nur um das Busdepot in Schleitheim gehe? Die Linie 21 war einst, die Linie welche am besten genutzt wurde. Eine direkte Linie von Beggingen nach Schaffhausen, mit Halt in allen Gemeinden im Oberklettgau. Seit dem Ausbau der S-Bahn durch das Unterklettgau, werde nach Meinung des Gemeinderats immer wieder an der Linie 21 gewerkelt. In Tranchen werde den Gemeinden hinter der Siblingerhöhe klar gemacht, dass sie die direkte Linie nach Schaffhausen aufgeben müssen, um eine neue Verkehrsführung des öffentlichen Verkehrs im Klettgau zu fördern. «Wäre es nicht ehrlicher, von den Verantwortlichen der Verkehrsbetriebe Schaffhausen und dem Regierungsrat, ein ausgearbeitetes Konzept, über die geplante neue Verkehrsführung, mit allen Vor- und Nachteilen zu präsentieren. Dann könnte über das ganze Ausmass diskutiert werden», so der Gemeinderat. Schlussendlich gehe es um einen Leistungsabbau der Gemeinden im Randental. Zuerst werden die ersten- und die letzten Linien eines Tages gestrichen, weil sie nicht wirtschaftlich seien und der ökologische Aspekt nicht mehr stimme. Wenn dann die Linie 21 so unattraktiv sei, weil viele Pendler auf das Auto umsteigen, könne man mit gutem Grund die Aufhebung der direkten Linie vollziehen. Die Folgen seien, dass die Pendler von Beggingen und Schleitheim bis nach Schaffhausen zweimal umsteigen müssten. Jedes Umsteigen sei ein Zeitverlust und berge die Ungewissheit, ob der Anschluss an das nächste Verkehrsmittel geschafft werde. Es gebe keine Sicherheit mehr, um pünktlich am Ziel anzukommen.

Die Folgen einer Aufhebung des Busdepots in Schleitheim seien früher oder später eine Reduktion der Leistungen, oder Mehrkosten der Fahrpreise und der Restkosten durch die Gemeinden, heisst es zum Schluss in der Mitteilung.

Schaffhausen24, Originalmeldung Gemeinderat Beggingen