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Gesellschaft
20.07.2022

Altra-Lehrlinge heben ab

Die Para-Sportlerin Romy Tschopp richtete an der altra-Lehrabschlussfeier inspirierende Worte an die Anwesenden.
Die Para-Sportlerin Romy Tschopp richtete an der altra-Lehrabschlussfeier inspirierende Worte an die Anwesenden. Bild: Heidi Dübendorfer, Schaffhausen24
Bei der traditionellen Feier im Rathausbogen wurden die Lernenden gebührend verabschiedet und ins Berufsleben entlassen. Neben Stefan Ege hatte auch die Para-Sportlerin Romy Tschopp eindrucksvolle Worte dabei.

Die altra bildet junge Menschen aus, die individuelle Unterstützung beim Lernen und in der Ausbildung brauchen. Das Angebot reicht von der beruflichen Grundbildung EFZ bis zur Praktischen Ausbildung PrA Schweiz. Bei der traditionellen Feier zum Lehrabschluss konnten am vergangenen Freitagabend 19 Lernende ihr Zertifikat entgegennehmen, welches sie für den allgemeinen Arbeitsmarkt befähigt. 

In seiner Ansprache richtete Stefan Ege, Bereichsleiter Geschützte Arbeitsplätze und Ausbildung seine Worte an die Absolventen und Berufsbildner. «Wie in Sidos Hit ‹Astronaut› lässt ihr blass und grau hinter euch. Heute hebt ihr ab in eine vielversprechende Zukunft.»

Wo ein Wille ist, ist ein Weg

Dass man trotz Barrieren abheben könne, zeigte die nachfolgende Rede der Para-Sportlerin Romy Tschopp. Die erste Schweizer Para-Snowboarderin mit «offenem Rücken» (Spina bifida) hat den Sprung in die Profikarriere gewagt. «Als Kind und Jugendliche profitierte ich davon, dass meine Einschränkungen schwächer ausfielen. In der Familie trieben wir immer Sport, dadurch konnte ich trotz meiner Einschränkung eine Ausbildung zur Fachfrau Bewegungs- und Gesundheitsförderung absolvieren», so Romy Tschopp auf der Rathaus-Bühne. 

Romys Erfolgsgeheimnis

Doch die Baselbieterin erlitt in den letzten Jahren herbe gesundheitliche Rückschläge, die sie monatelang ins Spital und zur Reha zwangen. «Ich brauchte ein Ziel, das mich begeisterte und mich wieder aus meinem Tief holte. Als ich mich in der Reha entschied als Snowboarderin in den Spitzensport zu gehen, hätte ich mir nicht erträumt, einst in Peking bei den Olympischen Spielen dabei zu sein.» Dank medizinischen Hilfsmitteln, hartem Training und ihrem Team, wurde ihre Vision wahr. Wie glücklich sie darüber und über ihre sportlichen Erfolge ist, war für jeden Gast am Freitag deutlich zu spüren. «Setzt euch Ziele und lasst euch auf eurem Weg nicht unterkriegen. Nur wer sein Ziel kennt, kann es erreichen und verfolgen», ermunterte Romy Tschopp in ihrem Schlussplädoyer die Absolventen, bevor diese ihr Zertifikat überreicht bekamen und der Abend im Foyer ausklang. 

Heidi Dübendorfer, Schaffhausen24
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