Das Jahr 2025 war für mich grossartig. Ich habe viel über mich selbst gelernt, darüber, wer ich bin und was ich mir für die Zukunft wünsche. Ich bin sehr neugierig und interessiere mich für vieles. Am liebsten würde ich mein ganzes Leben lang studieren, um immer wieder Neues zu lernen und ständig neue Inspiration zu erhalten. Diese Eigenschaft schätze ich sehr an mir, denn so wird das Leben nie langweilig oder monoton. Gleichzeitig kann sie mir aber auch im Weg stehen: Es fällt mir manchmal schwer zu erkennen, wo und wie ich meine Fähigkeiten gezielt einsetzen möchte. Ohne ein klares Ziel ist es schwierig, diesem zu folgen. Eines ist mir jedoch klar: Ich möchte eine Arbeit machen, bei der ich am Abend, egal, wie streng der Tag war, zufrieden bin. In diesem Jahr habe ich wundervolle, talentierte Menschen kennengelernt. Ich konnte Musikerinnen und Musiker treffen, die ich für immer in meinem Herzen eingeschlossen habe, und über Kunstschaffende, Jungtalente sowie Schriftstellerinnen, Schauspielerinnen und Schauspieler aus der Schaffhauser Szene schreiben. Ich konnte die kulturelle Vielfalt in Schaffhausen beobachten und die Arbeit der Beteiligten durch meine Berichterstattung unterstützen. Dadurch habe ich verstanden, dass ich mich in der Kultur- und Musikbranche sehr wohlfühle. Meine Dankbarkeit gilt all jenen, die mir ihre Geschichten anvertraut haben. Gleichzeitig war das Jahr auch von neuen Herausforderungen geprägt. Das kann mitunter sehr anspruchsvoll sein, denn gerade am Anfang wirkt vieles einschüchternd: «Werde ich das schaffen oder daran scheitern?» Doch ich habe gelernt, neue Herausforderungen zu schätzen und die Angst vor dem Unbekannten als etwas Positives zu verstehen. Denn hinter dieser Angst steckt oft der Wunsch, gute Arbeit zu leisten. Geduld, Vertrauen und Dankbarkeit sind im Jahr 2025 zu meinen besten Freunden geworden und sie werden mich auch ins neue Jahr begleiten. Das Jahr 2026 bringt für mich grosse Wendepunkte mit sich: Mein Bachelorstudium geht zu Ende, sodass ich mich mit Gedanken über die Zukunft, die Arbeitssuche und das Ausziehen auseinandersetzen muss. In einer Welt, in der es keine Sicherheiten gibt und Leid nur einen Klick entfernt ist, können Gedanken über die eigene Zukunft überfordernd wirken oder gar unnötig erscheinen. Aber diese Einstellung möchte ich 2025 hinter mir lassen, denn um etwas zu bewirken, muss man daran glauben, weshalb ich mich dafür entschieden habe, das Jahr 2026 mit einer positiven, hoffnungsvollen Einstellung einzugehen und mit tiefer Dankbarkeit für all die neuen Lernerfahrungen, die auf mich zukommen werden.
Gesellschaft
09.01.2026
Dankbarkeit als Kompass fürs neue Jahr
Ginevra Lo Piccolo absolviert seit Juli ein siebenmonatiges Praktikum beim Schaffhauser Bock.
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Salome Zulauf
In der ersten Ausgabe des «Bock» des Jahres berichtet Praktikantin Ginevra Lo Piccolo von ihren Erfahrungen des letzten Jahres und ihrer Einstellung für das neue Jahr.