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16.01.2026

2026 - Internationales Jahr der Bäuerin

Marianne Stamm.
Marianne Stamm. Bild: zVg.
Das Jahr 2026 wurde von der UNO als Internationales Jahr der Bäuerin ausgerufen. Damit soll das Bewusstsein für die wichtige Rolle der Landwirtinnen geschärft werden. Die Öffentlichkeit soll erkennen, was Frauen dazu beitragen um die Welternährung zu sichern, nebst ihrer wichtigen Rolle in der Gesellschaft. In der Landfrauen Rubrik wird es dazu 2026 öfters ein Porträt von einer Schaffhauser Bäuerin oder Landfrau geben.

Bäuerinnen aus Afrika

Zum Auftakt dieses Jahres teilen Bäuerinnen aus Afrika, Kanada und Schaffhausen ihre Wünsche für 2026 mit. Es gibt so viele verschiedene Wünsche wie Bäuerinnen. Die 66-jährige Vivienne aus Sambia bearbeitet ihr Land mit der Haue nach der Methode der regenerativen Landwirtschaft. Ihr grösster Wunsch für 2026 wäre ein kleiner Traktor oder zumindest eine handgezogene Sämaschine, um die Arbeit zu erleichtern. Neuerdings besitzt sie einen Geissbock und zwei Ziegen, welche je ein Gitzi bekamen. Sie wünscht sich, dass alles mit ihnen gut geht.

Belinda Kampampa ist Dozentin an einem sambischen College für Lehrkräfte und leidenschaftliche Bio-Kleinbäuerin. «Lasst uns 2026 unsere Lebensmittel biologisch anbauen, damit wir gesunde Lebensmittel für unsere Kunden produzieren können. Lasst uns darüber hinaus den Anbau von mehr gesundem Gemüse ausweiten, damit wir unsere Nation ernähren können.»

Bäuerinnen aus Kanada

Julie Gabriel betreibt zusammen mit ihrem Schweizer Mann Karl und drei Kindern eine grosse Getreidefarm ausserhalb Yorkton, Saskatchewan. Für das neue Jahr wünscht sie für alle gute Gesundheit, Unfallfreiheit bei den Arbeiten auf den Feldern, stabile Getreidemärkte und gute Erträge.

Jessica Seatter und ihr Mann Luke sind Getreidefarmer in Alberta, Kanada. Sie wünscht sich eine sonnige trockene Ernte, genau wie in 2025; ein besseres Verständnis für das Nutzen der Wasserressourcen für ihre Farm und dass die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Generationen auf dem Hof weiter gestärkt wird.

Courtney von Rennenkampf und ihre Familie führen in Alberta, Kanada einen gemischten Betrieb mit Mutterkühen und Getreideanbau. «Ich wünsche mir, dass Verbraucher weiterhin darüber aufgeklärt werden, wie und woher ihre Lebensmittel kommen. Wir müssen weiterhin falsche Vorstellungen und Fehlinformationen korrigieren, damit Verbraucher informierte Entscheidungen für sich und ihre Familien treffen können. Ich wünsche mir, dass mehr landwirtschaftliche Betriebe auf Mischnutzung umstellen, um einen regenerativen Landwirtschaftskreislauf zu fördern, wie ihn viele unserer Vorfahren praktizierten.»

Bäuerinnen aus der Schweiz

Brigitte Stihl ist Bäuerin auf einem Hof ausserhalb von Altdorf, SH mit Dammhirschen. Die Mutter von zwei Kindern: «Als Anbieterin von SchuB (Schule auf dem Bauernhof), wünsche ich mir für 2026 viele strahlende Kinderaugen und junge Menschen auf unserem Betrieb, die mit uns etwas tiefer in die Welt der Landwirtschaft eintauchen. Es ist mir wichtig, nicht nur die Bedeutung regionaler Lebensmittel zu vermitteln, sondern die Kinder auch durch direkte und praktische Erfahrungen für unsere schöne Natur zu begeistern. Ein starkes Verantwortungsbewusstsein unserer Umwelt gegenüber ist weltweit Voraussetzung, um die Herausforderungen unserer Zeit nachhaltig meistern zu können.»

Cindy Bächtold ist Bäuerin, Bereichsleiterin Landi-Läden, Mutter von vier Jungs und neuerdings Mitglied im Schaffhauser Bauernverband. «Für 2026 wünsche ich mir, dass die Arbeit der Bäuerinnen im Alltag mehr gesehen wird: im Betrieb, in der Familie und auch ausserhalb der Landwirtschaft. Viele Bäuerinnen tragen eine Doppelrolle, sei es im Betrieb, in der Familie oder zusätzlich mit Arbeit ausserhalb des Hofes. Diese Leistung ist zentral für unsere Lebensmittel und darf nicht als selbstverständlich gelten. Politisch wünsche ich mir, dass diese Arbeit ernst genommen wird. Wer sichere und hochwertige Lebensmittel will, muss auch anerkennen, was dafür täglich geleistet wird und dass dies seinen Wert hat. Hier ist die Politik gefordert, Rahmenbedingungen zu schaffen, die diese Leistung respektieren. Mein persönlicher Wunsch ist, dass Bäuerinnen mehr für sich einstehen dürfen und nicht immer das Gefühl haben müssen, alles perfekt machen zu müssen.»

Mögen die Wünsche dieser Frauen alle in Erfüllung gehen!

Schaffhausen24, Originalmeldung Schaffhauser Bauern
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