Der Schaffhauser Patrick Baljak lässt die Leser:innen in die faszinierende Welt der Social-Media-Landschaft eintauchen und zeigt sowohl den Fluch als auch den Segen dieses nicht mehr wegzudenkenden Bestandteils unseres Lebens. Mit einem Bachelor in Business Communications im Gepäck gründete er vor einem Jahr mit seinem ehemaligen Mitbewohner, seinerseits Content Creator, die Social-Media-Agentur 4clout KLG und arbeitet seither mit namhaften Brands zusammen.
Social Media ja, aber wie?
Oberste Priorität bei der Entscheidung für die aktive Bewirtschaftung von Social Media ist die klare Definition des Ziels. Will man das Unternehmen bewerben, die persönliche Marke aufbauen oder stärken, Informationen teilen oder einfach nur Präsenz zeigen? Daraus ergibt sich die Strategie und die resultierende Zielgruppe. Als nächstes geht es an die Auswahl der passenden Social-Media-Plattformen. Während früher Facebook hoch im Kurs stand, führt heutzutage nichts mehr an Instagram und Tiktok vorbei. Wenn also keine ausreichenden Ressourcen vorhanden sind, sollte man sich auf eine Plattform fokussieren, wobei Instagram für ältere und Tiktok für jüngere Generationen geeigneter ist. Auf jeden Fall sollte ein Kanal auf LinkedIn bewirtschaftet werden, da es nicht unerhebliche Vorteile bieten kann wie Fachkräftesuche, Förderung von Unternehmenskultur und Mitarbeiterengagement sowie Erhalt von Brancheninformationen und Kundenfeedbacks.
Es braucht sehr viel Geduld und Ausdauer!
Nach der Veröffentlichung der ersten Beiträge passiert meist nichts und es macht sich schnell Ernüchterung breit. Das kann sich bis zu mehreren Monaten hinziehen, weshalb es wichtig ist zu erkennen, dass der Erfolg auf Social Media in der Regel viel Arbeit, Engagement und Zeit erfordert. Selbst in den Fällen, in denen scheinbar schnelle Erfolge auftreten, stecken oft lange Vorbereitung und kontinuierliche Anstrengungen dahinter. In einem Faktor sind sich die meisten einig: Dass der komische Algorithmus, den niemand so richtig versteht, die ganze Sache deutlich erschwert. Die restlichen Punkte sind mehr oder weniger lenkbar, wie das organische Wachstum des Kanals, sich mit relevanten Inhalten von der Konkurrenz abzusetzen sowie die Messbarkeit und Optimierung. Bei Letzterem sollte vor allem die Möglichkeit genutzt werden, mit Insights und Ad-Schaltungen zu arbeiten.
Wem das alles zu bunt ist, darf auch gerne auf Agenturen zurückgreifen oder sich selber nach einem geeigneten UGC (User Generated Content) umsehen. Im besten Fall sind die Nutzer:innen selbst Fan vom Unternehmen und produzieren hierfür gerne Inhalte in Form von Videos, Bildern, Texten und interagieren mit der Community. Auswertungen haben gezeigt, dass insbesondere die Authentizität und Glaubwürdigkeit gesteigert werden kann, da es keine unpersönliche Kommunikationsart ist.